Schweizergarde-Museum Naters
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Amici-Treffen 2015

Viele Ehrengäste am 9. amici-Treffen

++ Rekordaufmarsch von 260 Stiftern und amici ++ der Apostolische Nuntius erstmals bei den amici ++ Er überbringt den Päpstlichen Segen für alle amici ++ Staatsratsvizepräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten bringt eine tolle Leihgabe für das Museum ++ Gardekommandant Christoph Grafs erster Besuch bei den amici ++ Enthüllung des ersten «Sala Guardia»-Bildes (Sacco di Roma) ++ Uraufführung des Gardeliedes «Viva la Guardia» (Z'Hansrüedi) ++ 4. Publikation des Kulturzentrums veröffentlicht («Hunger und Gold») ++

amici-Obmann Tony Jossen

amici-Obmann Tony Jossen konnte zum 9. amici-Treffen Gäste aus der ganzen Schweiz, aus Rom, aus Deutschland und aus Österreich willkommen heissen. Speziell begrüsste er Ehrengast Dr. Thomas E. Gullickson, Apostolischer Nuntius in der Schweiz. Seine Exzellenz wurde begleitet von seinem Sekretär, Nuntiaturrat Msgr. Mario Codamo, Dekan Anton Carlen und Pfarrer Paul Martone.
Erzbischof Thomas E. Gullickson kam nicht mit leeren Händen. Er hat ein wunderbares Geschenk mitgebracht: den Segen des Heiligen Vaters. [419 KB]
Weiter begrüsste er die Vizepräsidentin des Walliser Staatsrats, Frau Esther Waeber-Kalbermatten. Ihr sei es zu verdanken, dass der Kanton Wallis anlässlich der 200-Jahr Feiern zum Beitritt des Wallis zur Eidgenossenschaft als Gastkanton an den Vereidigungstagen 2015 einen tollen Eindruck hinterlassen habe. Natürlich unterstützt durch eine glänzend aufspielende Musikgesellschaft Belalp aus dem Gardistendorf Naters. Die Staatsrätin übergab dem Museum jenes Relief eines Wachtaufzugs, welches der Gardekommandant dem Walliser Staatsrat in corpore anlässlich der Vereidigung schenkte.
Ein herzlicher Gruss galt dem neuen Gardekommandanten, Oberst Christoph Graf, den der Hl. Vater erwählt hat und im Gardequartier den Gardisten persönlich vorgestellt hat. Ein einmaliger Vorgang in der langen Gardegeschichte!
Ebenfalls unter den Gästen weilte der Pate unseres Centro, der ehemalige Gardekommandant Oberst Daniel Anrig, der eine schwierige Zeit erfolgreich gemeistert hat. Er vertritt gleichzeitig auch unsere Patin, I.D. Fürstin Mariae Gloria von Thurn und Taxis, die frischgebackene Oma, die gegenwärtig in den USA weilt, und herzlich grüssen lässt.
Weiter wurden begrüsst: Burgerpräsident Michael Ruppen von Naters-Mund und der Burgerpräsident von Brig-Glis, Oberst Franz-Josef Amherd, der ehemalige Landeshauptmann Felix Ruppen, Thomas Imesch, Präfekt des Bezirkes Westlich-Raron, und die Grossräte Germann Eyer und Bernhard Frabetti.
Ein ganz spezieller Gruss galt dem nimmermüden, sehr engagierten Ressortchef und Natischer Kulturminister, Gemeinderat Yves Zurwerra, Vizepräsident unseres Stiftungsrates und treibende Kraft im künftigen Museumszentrum Oberwallis – LA CAVERNA. Wenn es um die Anliegen und Sorgen des Museumszentrums LA CAVERNA geht, kämpft er wie ein Löwe gegen alle Widerstände. Dafür verdient er unsere höchste Anerkennung!
Grussworte durften entgegennehmen: Michael Kreuzer, Gemeinderat von Visp, Oberstlt. Egon Bayard, ehem. Kreis-Kdt, Oberst Uli Bittel, Divisionär Léon Borer, ehemaliger Polizei-Kommandant des Kantons Aargau, Stabs Adj Xaver Pfaffen, Präsident des UOV Oberwallis, Adj Uof Robert Nussbaumer, Präsident des «Schweizer Soldaten», Brigitte Ruhier als Vertreterin der Bernischen Winkelried- und Laupenstiftung, Carmen Zenklusen, Präsidentin des Oberwalliser Verbandes der Raiffeisenbanken sowie Lukas Schmucki, Präsident der Vereinigung ehemaliger Schweizergardisten.

Ein herzliches Dankeschön
Tony Jossen dankte allen Stiftungsräten und Museumsführern und ihren geduldigen und wunderbaren Frauen für den grossartigen, ehrenamtlichen Einsatz, ganz besonders aber dem unverwüstlichen Museumskurator Dr. Werner Bellwald.
Und selbstverständlich allen Stiftern und amici: Die Mitgliederzahl unseres Vereins ist auf etwa 820 Stifter und amici angestiegen! Wir peilen die Zahl 1000 an und sind der verlängerte Arm des Stiftungsrats des Centro. Dieser Freundeskreis hat den Zweck, den Stiftungsrat nach Kräften zu unterstützen, sei es mit CHF 50.– Jahresbeitrag pro Person oder mit einmaligen CHF 1000.– oder mehr. Die Stifter (CHF 1000 und mehr) werden für alle Zeiten in der Ehrengalerie der Festung verewigt und wunderschön hell beleuchtet, solange wir die jährlichen Stromkosten von ca. CHF 20'000.– bezahlen können, sonst nehmen wir wieder die Petrollampen! Die amici helfen mit ihren Beiträgen, die laufenden Kosten zu tragen. Und wie versprochen, treffen wir uns jedes Jahr zu unserm amici-Fest.
2015 stiessen 12 neue Stifterinnen und Stifter und 56 neue amici zum Freundeskreis.
Ehrend gedachte die Versammlung den sieben Verstorbenen.

Gemeinsam erfolgreich!

Stiftungsratspräsident Stefan Ruppen

Die Ameisen
Joachim Ringelnatz (1883-1934)

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.

Gemeinsam erfolgreich!
«
Was soll jetzt das?» «Ein Vortrag über Ameisen?», fragte Stefan Ruppen, Präsident des Stiftungsrates des Kulturzentrums Päpstliche Schweizergarde Naters
«Was hat denn dies mit dem “zentrum garde” in Naters zu tun?

Nun, ihr wisst natürlich, dass Ameisen sehr fleissige Tierchen sind, und keine Drückeberger, wie im vorherigen Gedicht von Joachim Ringelnatz. Ein Ameisenstaat ist gut organisiert, und jede Ameise hat ihre fest zugeteilte Aufgabe. Ihr ausgeklügeltes Kommunikationssystem, das sowohl bei der Nahrungssuche, als auch bei der Verteidigung ihres Baus eingesetzt wird, ist überlebenswichtig. Sie bilden einen bemerkenswerten und erstaunlichen, spannenden Kleinstaat.
Und ihr Rezept heisst: Gemeinsam erfolgreich!
Ameisen verfügen über eine kollektive Intelligenz. Sie wissen, was wo zu tun ist, und sie tun es auch. Es braucht dazu keine Befehle von einer hierarchisch höheren Stelle. Sie sammeln, bauen und sorgen für die Weiternetwicklung ihres Staates. So funktioniert das faszinierende System dieser aussergewöhnlichen Insekten.
Und genau so funktioniert auch das Kulturzentrum Päpstiche Schweizergarde Naters. Der Bau, der Ameisenhügel, befindet sich im sicheren Stein der Festunganlage LA CAVERNA.
Die Sammelameise Werner Bellwald findet stets neue, interessante Themen und Objekte, um den Bau mit den bestens dokumentierten und erforschten Exponaten zu bereichern.
Die treuen Führerameisen, zu erwähnen sind da sicher Sigi Heinzen, Tony Jossen, Martino Karlen, Roland Walker, Johann Mutter und viele andere, sorgen für eine kompetente Betreuung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher.
Die Planungsameisen im Stiftungsrat und die Kass’ameise Roland Walker erleichtern die Führung des Kulturzentrums enorm. Ja sie machen einen so tollen Betrieb erst möglich.
Und was da alles realisiert wird und läufft, darüber werden sie heute von den zuständigen Ameisen genaustens informiert. Sie dürfen sich freuen! Ich freue mich auch.
Mein grosser Dank gehört meinen Kollegen im Stiftungsrat, Roland Walker, amici-ObmannTony Jossen, Sigi Heinzen, Valentin Pfammatter, Marcel Mangisch, Lukas Schmuki und Yves Zurwerra für ihre uneingeschränkte Bereitschaft und Mitarbeit. Danken möchte ich auch unserem unermüdlichen Webmaster Hans Werz.
Dank geht natürlich auch an die Gemeinde Naters, welche sich mit ihrem Engagement für LA CAVERNA stark macht. Ich bin froh, dass die Gemeinde auch in die kulturelle Infrastuktur investiert, denn das verleiht Naters ein Profil, Charakter, eine überregionale Ausstrahlung.

In Hamburg lebten zwei Ameisen
Die wollten nach Australien reisen ....

Gardisten, viele aus Naters, unternahmen die Reise nach Rom, um dort für den Heiligen Vater zu dienen. Ein Gardist aus Freiburg schafft nicht nur die Reise nach Rom, er reiste noch weiter als bis nach Australien ... doch davon berichten Dr. Werner Bellwald und Damian Zingg.

Der amici-Tag ist finanziert

Kassier Roland Walker

Kassier Roland Walkers Botschaft als 3-Punkte-Programm für seine Wiederwahl:
Punkt eins: der heutige amici-Tag ist finanziert
Punkt zwei: ihr als amici spendet dem Gardemuseum wiederum 15'000 Franken
Punkt drei: als Ausblick, auch der amici-Tag 2016 ist mit euren Beiträgen finanziert
Aktuell haben wir auf unserem amici-Konto rund 30'000 Franken.
Mit bleibt noch zu danken: euch allen, amici und Stifter, all den Sponsoren und Gönnern. Allen voran der Loterie de la Suisse romande, der Gemeinde Naters mit seinem initiativen Kulturverantwortlichen Gemeinderat Ives Zurwerra. Ives Wir schätzen deine Zusammenarbeit und deinen Einsatz sehr.
Mein herzlicher Dank auch unserem Gardekommandanten Christoph Graf, cosi bravo, cosi sympatico, cosi umile, l'umilità come parola magica, die Bescheidenheit als Zauberwort, Papa Francesco lebt diesen neuen Führungsstiel vorbildich vor.
Was ihr wissen müsst: der amici-Tag ist heute in Rom bei der Garde sehr bekannt und geniesst viel Sympathie.
So rufe ich euch zu: vivano gli amici, viva la guardia svizzera, viva papa Franceso, cosi coraggioso!
Revisor Stefan Zenhäusern bestätigte die korrekte Kassenführung und die amici erteilten dem Kassier und der Vereinsführung Décharge.

2712 Führungen

haben wir Ex-Gardisten seit dem 11.11.2006 – dem Tag der Museumseröffnung – gemacht und dabei 1605 Gruppen durchs Museum geführt (vgl. Statistik) [471 KB] .

Vom 1. November 2014 bis zum 31.10.2015 haben wir 156 Gruppen in 244 Führungen durchs Gardemuseum geführt. Teilgenommen haben daran rund 3100 Personen (vgl. Statistik) [471 KB] .
Dazu kommen für den gleichen Zeitraum rund 120 Gruppen, die in 180 Führungen das Festungsmuseum besichtigt haben. Daran teilgenommen haben rund 2200 Personen.
Zusammen sind das jährlich 424 Führungen in der LA CAVERNA, oder täglich mindestens eine teilweise sogar zwei Führungen, die dort stattfinden.
Ich kann mich nur wiederholen. Für den Stiftungsrat und den Museumsmacher ist das Gardemuseum, so wie es heute betrieben wird ein riesiger Erfolg. Mehr ist von unserer Seite mit reiner Freiwilligenarbeit nicht möglich.

Sigi Heinzen: Mehr als 600 Führungen
Mit 616 Führungen (vgl. Statistik) [471 KB] hat Sigi Heinzen einen weiteren Meilenstein erreicht und die 600er-Grenze übertroffen. Und dies in seinem zarten Alter von über 80 Jahren. Ob deutsch, franzöisch, italienisch oder englisch – Sigi hat alles drauf.
Mit seinem jugendlichen Charme bevorzugt er reine Frauengruppen, die er manchmal mit der Frage nach den sieben Schmerzen Mariens in die Enge treibt.
Männergruppen machen wir es einfacher. Wir fragen nach Weinkellereien in Frascati und Umgebung. Antworten wie: da Giovanni, da Guglio, da Cesare, da Mario, da Pietro kommen dann postwendend und ohne lange nachzudenken.
Mein ehrlicher aufrichtiger Dank gilt allen Führern und Helferinnen.
Danke Sigi, Hugo, Wisi, Martino, Tony, Bernhard, Johann, Werner, Thomas, Franz, Urs, Markus, Jerome, Gerald.

1 Quadratmeter Petersplatz im Museum

Letztes Jahr haben wir euch versprochen, mit den San Pietrini einen Quadratmeter Petersplatz im Museum zu erstellen.
Hier ist er nun, der Quadratmeter Peterplatz im Gardemuseum, geeignet für Blitzbesuche, Kurzentschlossene oder für alle, denen einfach die nötige Zeit für einen Rombesuch fehlt.
Kein Wunder, keine Zauberei, in 10 Minuten steht ihr auf dem Petersplatz (im Gardemuseum)!

Welturaufführung: Z'Hansrüedis «Viva la Guardia»

Z'Hansrüedi

Viva il Papa – Viva la Guardia – Viva il Papa
Vil liäbär än Gardischt, als än Vatikan Turischt!

Innär Schüäl da het mu gleert: alle Wege führ'n nach Rom!
Und da wohnt där Heilig Vater im grossu Petersdom.
Ja där Tröüm va jedum Büob im ganzu Oberwallis ischt:
Äm bri uf Rom ga läbä als Schwizer Gardischt.
Bsunnärs wenn mu weiss, was bi denä z'Motto ischt:

Auf die Liebe und das Leben, auf die Garde und den Papst!
Dafür woll'n wir ewig leben, dafür steigen wir ins Grab!
Viva il Papa – viva la Guardia – Viva il Papa
Vil liäbär än Gardischt, als än Vatikan Turischt!

Uf di Schwizer Gardischt da cha schich där Papst verlaa, denn schi
sind Tag und Nacht fär du Heilig Vater daa:

Mit där Hellebarda und där gottlos schwääru Panzerbruscht,
stundälang när Sunna stah, sogar bi grossum Durscht,
am Abu de im Üsgang, da singt mu voller Lust:

Auf die Liebe und das Leben, auf die Garde und den Papst!
Dafür wollen wir ewig leben, dafür steigen wir ins Grab!
Viva il Papa – viva la Guardia – via il Papa
Vil liäbär än Gardischt, als än Vatikan Turischt!

Nummu strängi Disziplin im Vatikan und Petersdom und de
Dolce-far-niente z'mitscht im altu Rom und chunt mu widär zrugg
in schis Heimatland – mu bliibut än Gardischt schis ganzi Läbu lang,
und deichut z'rugg ans Liäblingsliäd vam Gardekommandant:

Auf die Liebe und das Leben, auf die Garde und den Papst!
Dafür wollen wir ewig leben, dafür steigen wir ins Grab!
Viva il Papa – viva la Guardia – viva il Papa
Vil liäbär än Gardischt, als än Vatikan Turischt!

Viva il Papa – viva la Guardia – viva il Papa
Viel liäbär än Gardischt, als än Vatikan Turischt!

Die Gardesingers in Aktion

Video: Jérôme Montani

Die Garde-Singers geben alles!

Wir brauchen Walliser Gardisten

Gardekommandant Christoph Graf

Gardekommandant Oberst Christoph Graf überbrachte den amici die Grüsse der aktiven Garde und betonte dabei auch die Bedeutung dieses Museums auf Schweizer Boden. Er bedankte sich für den Besuch der vielen Walliser im Mai in Rom. Angeführt von Bischof Jean-Marie Lovey und dem Staatsrat in corpore waren im Rahmen der 200-Jahr-Feier des Kantons Hunderte in die Ewige Stadt gereist. Das Wallis war aus diesem Anlass Ehrengast bei der diesjährigen Vereidigung der jungen Schweizergardisten.
Derzeit stammen 21 Gardisten aus dem Wallis. Es stellt damit die grösste Delegation.
Christoph Graf ermutigte die Oberwalliser, auch in Zukunft junge Gardisten nach Rom zu delegieren.
Oberst Christoph Graf wird neben Daniel Anrig auch Pate des Gardemuseums.

«Sacco di Roma» ist fertig

Thomas Imesch (oben) und Martino Karlen

Architekt Thomas Imesch, Präfekt des Bezirks Westlich Raron, und Martino Karlen, Initiator der Sala Guardia, informierten die Versammlung über den Stand der neuen Sala Guardia.

«Als ich ihnen vor einem Jahr die 5 Gemälde vorstellte», so Martino Karlen, «herrschte bei mir grosse Freude, weil ich nun wusste, jetzt geht es mit der «Sala Guardia» so richtig vorwärts. Und heute, ein Jahr später herrscht immer noch grosse Freude, aber auch grosse Trauer. Doch der Reihe nach: Als unser ehemaliger Bundesrat Pascal Couchepin, hier in der «Missione» sagte: «Und ich kauf einen Angreifer» – war er der Erste, der einen Kopf gekauft hat. Für mich war das „die" Inizialzündung und bis am Ende des Amicifestes 2014 folgten noch weitere 22 Personen, die einen Vertrag unterschrieben. Wir haben total 60 Köpfe zum Verkauf angeboten und ich war immer davon überzeugt, dass wir auch die restlichen Köpfe an den Mann bzw. an die Frau bringen. Und ich kann es schon mal vorwegnehmen: wir haben alle Köpfe verkauft! Aber statt 60 haben wir sogar 80 Köpfe verkauft,
davon fünf an Frauen. All jenen, welche ihren eigenen Kopf gekauft haben, möchte ich ein recht herzliches Dankeschön aussprechen!
Am 10. März haben die Gebrüder Werner und Martin Jordan mit dem Gemälde «Sacco di Roma» begonnen.
Sie erkennen auf der unteren linken Bildseite Pascal Couchepin. Und nachdem Herr Couchepin sich mit der vorgegebenen Position
einverstanden erklärte, konnte ich am 4. März mit dem Fotografieren der Köpfe beginnen.
Es gab dabei manch lustige Situationen, aber auch unglaubliche Blicke von Passanten, wenn der Modell Stehende, oder
Liegende, der Vorlage entsprechend in der „freien Natur" eine Kampfszene einnahm und dabei ein Gebrüll von sich gab.
Am 29. Mai besuchten die Gebrüder Jordan und ihre Ehefrauen Andrea und Sylvie, sowie meine Frau Franziska und ich, den Vatikan. Für Werner und Martin, waren das sehr eindrucksvolle Momente und natürlich auch für Andrea, Sylvie und Franziska — und vor allem die Wand- und Deckengemälde in der 1. Loggia und in der Sala Regia beeindruckten die Beiden dermassen, da die Gebrüder diese mit künstlerischen Augen begutachteten. Sie nahmen viele neue Impressionen mit nach Hause.
Nicht ganz drei Wochen später, am 18. Juni 2015, brach grosse Trauer über die Familie Jordan. Werner, der ältere, verstarb mit 61 Jahren. Werner war gerade mal einen Monat und 18 Tage in der Vorpension. Bei einem Apero im Borgo Pio in Rom, erzählte er mit grosser Freude, dass er jetzt vermehrt seine Zeit widmen könne: Seiner Familie und er freue sich auf jeden Besuch seiner zwei Enkelkinder Enea und Faye. Seinem Hobby, dem Malen. Seiner Alphütte im "Chummulti" in Simplon-Dorf. Und hier oben, in seinem so geliebten "Chummulti", verstarb Werner infolge eines Herzversagens. Wir bewahren ihn in unserer Erinnerung.

Martin Jordan hat entschieden, das Projekt alleine weiterzuführen.
Was Martin in den letzten Monaten geleistet hat, habe ich persönlich hautnah miterlebt. Er hat viel Herzblut in die Arbeit
investiert und hat sogar Ferientage dafür geopfert, damit wir heute das Gemälde vorstellen können. Danke Martin. Martin wird als nächstes das Gemälde «Flucht zur Engelsburg» in Angriff nehmen.

Noch etwas Statistik: Das Gemälde «Sacco d Roma» ist 2 Meter hoch und 3.90 Meter breit. Auf dem Gemälde sind 171 Personen gemalt, davon 50 als grosse und 121 als kleinere Figuren. 43 sind Gardisten und 22 sind mit namentlich erkennbar. Angreifer hat es 117, davon 11 namentlich erkennbar. Hinten, in der Basilika, sind 11 Geistliche und 12 Pferde.

Die 33 erkennbaren Personen stellen wir hier vor.

Martin Jordan sagt Danke

Maler Martin Jordan

Der Authentizität wegen, geben wir seine Worte gerne in seiner Muttersprache wieder:

Liebi Freunda der Garde,
Wa der Brüoder und ich z'Eyholz im Schiessstand a dem Bild «Sacco di Roma» hinnär dumm Malu si gsi, hei wiär vill mittenand diskutiert, was wiär speziell va isch üs in das Bild chännti integrieru? Wiär hei sogar äs Agibot värcho, isch sälber uf dum Bild zverewigu , was wier aber abglehnt hei. Wa de im Juni der Brüoder ama Härzinfarkt verstorbu isch, hän ich de das miessu rückgängig machu und hä der Brüoder ins Bild als Gardischt üfgnu. Ich hä mich de sälber eu als Gardischt verewigt und hä de mini lingi Hand im uf d' Schultra gleit.
Wier hei de isch eu äs 2. Mal verewigt indem wier ischi Nämo uf das Bild gschribu hei, und zwar nit , wie so üblich inks oder rächts vam Bild, sondern uf das Wagurad , wo da am Bodo liggut. Symbolisch isch das vär isch , das Rad der Geschichte. Wie ihr wisst, chamu ds Rad vanär Gschicht «Sacco di Roma 1527» nimme zruggdräiu. Mit dischum Bild hei wier das trotzdem äm Bitz versüocht.
Wa nich die Gschicht vam Rad dum Martino verzellt hä, het är gmeint, äs Rad so älleinig ufum Bodo, das gseht de scho äm Bitz komisch üs. Da het är Rächt kä, und darum fahrt jetz der Soldat mit dum Stritwagu im Hinnärgrund nur mit einum Rad.
Wenn ich die Gläguheit cha ärgrifu wellti ich äm paar Lit, wa n'ich am meischtu ztüo hä kä , einfach kurz danke sägu:
Dum Kurator Bellwald Werner, dum Obmann Jossen Tony, dum Architekt Imesch Thomas und zletscht dum Karlen Martino , fer ewers Vertrüwo wa ier isch gscheicht heit, die Bilder der «Sala Guardia» in Agriff znä.
Danke der Männerriege va Eyholz, de Kollegu vam Werni, wa isch die Plexiglasplatte ämbrüf ine Schiessstand z'Eyholz gitreit hent.
Danke eu an än paar Kollegu va mier. Schi chumund va Eyholz und sind Hitu eu hie awäsund. Schi hend, und das wellti bitonu, friwillig, spontan, mier agibotu, die Plexiglasplatte vam Schiesstand z'Eyholz ämbri uf Raro in ischärs Wohnzimmer z'transportieru. Eu Hittu hent schi das Bild hie uf Natärsch transportiert.
Danke all dene, wa schich zur Verfiegig gstellt hent, schich uf dem Bild la zverewigu.
Danke eu ischi Freue, eu wenn ufum Bild kei einzigi Freu zsgseh isch. Danke där Freu vam Martino, där Franziska fer die flissigu Händ im Hindergrund. Danke miner Freu, där Sylvie, fer die Geduld want Dü kä hescht, das ich das Bild bi isch im VVohnzimmär hä chännu vertigärstellu. Schi isch mine greschtusch Kritiker und ohni schi würde das Bild nit so üsgseh wie äs jetzt hie innär Halla steit.

Danke zletscht einum wan ich nit värgässu.... Merci Werni!!!

Bilderbogen vom amici-Treffen 2015

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Fotos: Familie Karlen